Paul Gulda, Klavier

Paul Gulda wurde 1961 in Wien geboren. Seit seinem 8. Lebensjahr spielt er Klavier. "Meine ersten Lehrer waren zwei Jazzer: Fritz Pauer und Roland Batik. Mein Vater, Friedrich Gulda, hat mir unbedingte Hingabe an die Musik vermittelt, Leonid Brumberg mich die Grundlagen der russischen Schule gelehrt. Rudolf Serkin hat mir zuletzt wahre Güte und Unterstützung geschenkt. Die Summe daraus zu ziehen, womöglich darüber hinaus zu gehen und dies weiterzugeben, sehe ich als meine Aufgabe an", so Gulda.

Seit 1982 spielt er internationale Konzerte und Produktionen als Solist, Kammermusiker, Improvisator, Dirigent und Komponist und konzipiert literarisch-musikalische Abende. Mehrmals komponierte er bereits Bühnenmusik. Zum 54. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Mauthausen entstand "Stimmen im Widerhall. Ein musikalischer Diskurs". Weiters zeichnet Gulda für Improvisationsperformances mit Jazzpianist Makoto Ozone oder zuletzt mit der Malerin Erdmuthe Scherzer-Klinger verantwortlich.

Das 1993 entstandene Konzertprojekt "Haydn alla Zingarese" im Zusammenspiel mit Roma-Musikern, wird anlässlich des Haydnjahrs 2009 aktualisiert. Paul Gulda spielte mit den Wiener Philharmonikern unter Zubin Mehta, unter Kurt Masur, Yehudi Menuhin u.v.a., mit Martha Argerich, Heinrich Schiff, Renaud Capucon, Wolfgang Holzmair oder dem Hagen Quartett. Er veröffentlichte bereits rund 20 Tonträger. 2008 erschienen die Violinsonaten von Brahms mit Takumi Kubota, im Jahr 2009 die Violinwerke von Szymanowski mit Joanna Madroszkiewicz.

Paul Gulda ist weiters ein gefragter Pädagoge. Seit 1998 hält er regelmäßig Meisterkurse in verschiedenen Ländern und war von 2001 bis 2003 Gastprofessor an der Musikuniversität Wien.